Bad Kissingen ist Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“


v.l.n.r.: Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern; Michael Pal, 2. Vorsitzender Stadtmarketing PRO Bad Kissingen e.V.; René Kress, Werbeagentur GALANO; Ralf Ludewig, 1. Vorsitzender Stadtmarketing PRO Bad Kissingen e.V.; Klaus Bollwein, Geschäftsführer Stadtmarketing PRO Bad Kissingen e.V.; Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister. © StMWi/A. Frau Metzler

Bad Kissingen ist Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“


Das bayerische Wirtschaftsministerium fördert Bad Kissingen für die nächsten zwei Jahre im Rahmen des Modellprojektes „Digitale Einkaufsstadt Bayern“. Das Projekt lief zunächst von 2015 bis 2017 als Modellprojekt des Wirtschaftsministeriums mit den drei Städten Coburg, Günzburg und Pfaffenhofen an der Ilm. Aufgrund des Erfolgs des Projekts hatte der Ministerrat noch 2018 beschlossen, das Projekt fortzuführen und auf weitere Städte auszuweiten.

Der Verein Stadtmarketing PRO Bad Kissingen e.V. hat sich daraufhin im Sommer 2018 um die Aufnahme in das Modellprojekt beworben und Ende 2018 den Förderbescheid als eine von acht Städten in Bayern erhalten. Am 27. März 2019 trafen sich die Städte erstmals im Bayerischen Wirtschaftsministerium mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und dem Präsidenten des Handelsverbands Bayern, Ernst Läuger, zum Gedankenaustausch und zur Vorstellung der einzelnen Projekte.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fasst die Ziele der Initiative zusammen: „Wir wollen die Vorteile des Online-Shoppings mit dem Einkaufen in der Heimat kombinieren. Beides ist im Trend, kann aber nur zusammengehen, wenn sich der mittelständische Handel in den Städten der Digitalisierung öffnet, im Internet sichtbar wird und mit seinen Kunden auch online kommuniziert. Dabei unterstützen wir mittlere Städte aus dem ländlichen Raum aus allen Regierungsbezirken.“
„Erstaunlich ist das Engagement der Städte und die Breite der Projekte. Alle wissen: Es muss etwas getan werden, sonst sterben erst die Unternehmen und dann die Innenstädte“, so das Fazit von HBE-Präsident Ernst Läuger.

Klaus Bollwein, Geschäftsführer von Stadtmarketing PRO Bad Kissingen e.V. und zugleich Wirtschaftsförderer für Handel und Gastronomie in der Innenstadt von Bad Kissingen freut sich, dass seine Bewerbung erfolgreich war und Bad Kissingen damit die erste Stadt in Unterfranken ist, die an diesem Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“ teilnehmen darf und eine Förderung erhält.

Mit dem Projekt „Bad Kissingen erleben“ möchte Stadtmarketing PRO Bad Kissingen in das digitale Zeitalter einsteigen und sich das große Potenzial von über 250.000 Gästen pro Jahr zu Nutze machen. Nein, die Idee selbst ist nicht neu, denn bereits 2001 legte die Werbegemeinschaft Bad Kissingen den ersten Shoppingführer für die große Gästezahl der Stadt Bad Kissingen in die Zimmer der Hotels. Damals wie heute mit dem Ziel, diese potenziellen Kunden in die Geschäfte und Gastronomie der Stadt zu bringen.

„Nach fast 20 Jahren analogem Shoppingführer wird es Zeit, die Gäste direkt in den Hotels, Pensionen oder dem Campingplatz digital und online abzuholen“, so Klaus Bollwein, der für das Projekt verantwortlich ist.
Gleiches gilt natürlich auch für Tagestouristen und die Bevölkerung in und rund um Bad Kissingen, denn ca. 80 % der Deutschen über 14 Jahre nutzen heute bereits ein Smartphone, seit 2012 hat sich dieser Wert verdoppelt und die Tendenz steigt weiter.

Der Zugang zu diesem Internet-Portal soll sich für den Benutzer so einfach wie möglich gestalten. Keine App, bei der man viele Berechtigungen erteilen und seine eigenen sensiblen Daten preisgeben muss. Kinderleicht soll es sein, per QR-Code oder über eine einfache Internetadresse, mit zwei Klicks auf den Startbildschirm des Smartphones verlinkt und schon kann es losgehen.

Handel, Gastronomie und Dienstleister sollen an das Portal angeschlossen sein, vorrangig erst einmal die Mitglieder von Stadtmarketing PRO Bad Kissingen, denn damit sind automatisch über 100 Händler und Gastronomen praktisch über Nacht mit dem Projekt „Bad Kissingen erleben“ online. Im zweiten Schritt sollen die restlichen Firmen der Stadt Stück für Stück in das Projekt aufgenommen werden, denn nur die Vollständigkeit macht das Portal für den User interessant.

Klaus Bollwein freut sich, dass die Stadt Bad Kissingen mit Oberbürgermeister Kay Blankenburg und dem Stadtrat sowie Kurdirektorin Sylvie Thormann mit ihrem Team der Bayer. Staatsbad GmbH dieses Projekt unterstützen und zum guten Gelingen beitragen wollen. Auch der Kur- und Fremdenverkehrsverein ist von dem Projekt überzeugt und hat seine Unterstützung zugesagt. Die Stadtwerke Bad Kissingen GmbH mit Herrn Manfred Zimmer an der Spitze, stehen ebenfalls hinter dem Modellprojekt „Bad Kissingen erleben“ und haben als Hauptsponsor zugesagt. Mit weiteren Sponsoren sind Bollwein und die Vorsitzenden des Vereins, Ralf Ludewig und Michael Pal, bereits im Gespräch.

Für die technische Ausführung und Entwicklung des Online-Portals hatte sich die Vorstandschaft von Stadtmarketing PRO Bad Kissingen unter fünf Bewerbern zu entscheiden. Den einstimmigen Zuschlag erhielt die Werbeagentur GALANO aus Schweinfurt, die sich in allen Anforderungskriterien durchsetzen konnte. Entscheidende Gesichtspunkte waren, dass die Agentur eine hervorragende Präsentation ablieferte, mit dem meist verbreiteten Content-Management-System WordPress arbeitet und in Sachen Zuverlässigkeit mit den besten Referenzen punkten konnte. Zudem hat GALANO bereits 2014 ein ähnliches Projekt auf den Weg gebracht, was die Vorstandschaft ebenfalls als Vorteil wertete.

Das Online-Portal „Bad Kissingen erleben“ soll durch schlichtes und übersichtliches Design überzeugen und damit einfach und verständlich zu bedienen sein. Neben den Icons Shopping, Essen & Trinken, Dienstleister und Hotels bietet die Schnellansicht auf der Startseite des Smartphones weitere Icons wie Stadtplan, Parken, Informatives von A-Z, Freizeit- und Veranstaltungstipps sowie Informationen zu Aktionen des Handels. Selbstverständlich wird sich das Portal dank Responsive Design auch auf Tablets und PC Desktops perfekt präsentieren. Über Listingseiten führt der Weg direkt zum gewünschten Unternehmen und z.B. auf dessen Webseite oder Online-Shop, falls vorhanden. Die Möglichkeiten sind riesig, schwärmt Projektleiter Klaus Bollwein.

Als weitere Besonderheit des Portals weist Ralf Ludewig auf den Icon Sehenswürdigkeiten hin. Geführt über Online-Navigation des Smartphones werden dem Nutzer Erlebnisrouten in und um Bad Kissingen vorgeschlagen. Dies könnte zum Beispiel eine Denkmaltour oder eine „Wasser-erleben“-Route sein. Viele weitere Erlebnisrouten werden sich anschließen und sollte Bad Kissingen Weltkulturerbe werden, ist das Online-Portal der perfekte Reiseführer durch die Stadt. Selbstverständlich auch mit den entsprechenden Erklärungen an den Stationen der einzelnen Touren. Zusätzlich werden diese Stationen auf den Routen mit Bildern, kleinen Droh-nen-Videos und virtuellen 360° Rundgängen unterlegt, um die einzigartigen Sehenswürdigkeiten der Stadt für den Besucher noch interessanter zu machen. Diese Funktion sehen die Projektverantwortlichen nicht nur als besonderes Highlight für Besucher der Stadt, sondern auch für die vielen Einwohner der Region Bad Kissingen und Umgebung.

Für die Entwicklung des Modellprojektes sind zwei Jahre vorgesehen. Bis November 2019 soll das Modellprojekt online gehen und bis zum Ende der Projektlaufzeit im Dezember 2020 weiterentwickelt und optimiert werden.